Tierschutz-Musicals für Kinder
Was mich bewegt/ Biographie
Die Komponistin
(und wie man dazu kommt, Tierschutz-Musicals für Kinder zu schreiben)
Geboren in Berlin habe ich auch dort meine frühe Kindheit verbracht. In Niedersachsen auf dem Land lebte ich als größeres Kind und Heranwachsende. Dort wurde der Grundstein für die Liebe zu Tieren gelegt.
Nach meinem Realschulabschluss zog die Familie nach Köln. Ich arbeitete bei der Dresdner Bank, in der ich auch meinen Mann kennenlernte. Wir haben zwei erwachsene Töchter. Leider ist mein Mann, der auch ehrenamtlich im Tierschutz tätig war, vor zwei Jahren verstorben.
Seit ich aus dem Berufsleben ausgeschieden bin, engagiere ich mich ehrenamtlich im Tierheim Köln-Dellbrück. Seit ca. 12 Jahren haben wir alte Schäferhunde aus diesem Tierheim übernommen, die bei uns ihren Lebensabend verbracht haben. Z. Zt. lebt bei mir eine ca. neun Jahre alte Schäferhündin aus Ungarn, die dort im Straßengraben mit zwei gebrochenen Läufen aufgefunden wurde.
Tierschutz ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden. Aber die Musik ist mein Hobby. Unmöglich zu wissen, daß es zwischen Tierschutz und Musik eine Verbindung geben könnte!! Anläßlich einer Veranstaltung für das Tierheim Köln-Dellbrück wurde noch ein Lied zu dem Thema: Kuscheltiere und Kinder gesucht . Seitdem weiß ich, daß ich komponieren kann. Mit dem „Kuscheltierlied“ fing alles an. Es ist dann ein wesentlicher Schlußpunkt in meinem 1. Tierschutz-Musical geworden. „Backes himmlische Tierheimgeschichten“ wurde mit großem Erfolg von den Chorkids von St. Marien in Bergisch Gladbach aufgeführt. Das „Kuscheltierlied“ gefiel der Redaktion von „Tiere suchen ein Zuhause“ des WDR-Fernsehens so gut, dass es Ende 2006 bei der Tiergala zum 15-jährigen Bestehen der Sendung als Schlusslied von den Chorkids aufgeführt wurde.
Das 2. Musical trägt den Titel: „Marie und ihre Freunde befreien Rex, den Kettenhund“. Leider leben immer noch auf dem Land viele Hunde an der Kette. Vor einiger Zeit kam ein Schäferhund ins Tierheim, der im Bergischen Land 11 Jahre sein Dasein als Kettenhund gefristet hatte. Es ist erst kurze Zeit her, als von Tierschützern ein Hilferuf erging, dass im Spreewald Hunde unter unwürdigen Bedingungen leben müssen, angebunden! Im europäischen Ausland erleben wir es täglich. Das sehen alle Kinder, die mit ihren Eltern dort Urlaub machen.
Mein Anliegen ist es, Kinder für Tierschutz-Themen zu sensibilisieren. Singend und spielend erfahren sie beispielsweise viel über das Gefühlsleben von einem Hund, der sein Leben lang angekettet ist. Und alles ohne erhobenen Zeigefinger.
Der „Kettenhund“ ist bereits in mehreren Städten (Gladbeck, Grevenbroich und Köln-Porz) von verschiedenen Schulen aufgeführt worden. Die Kinder hatten bei der Einstudierung und Aufführung viel Spaß und die Begeisterung bei den Lehrern war groß. Es gibt in jedem meiner Musicals, trotz des ernsten Hintergrundes, auch Humor.
Ingrid Hoffsümmer